Mobiler Unterstand

Ouessantschafe sind robust. Trotzdem müssen sie auf der Weide die Möglichkeit haben, sich vor Regen, Hagel und Schnee zu schützen. In der Literatur wird empfohlen, einen dreiseitig geschlossenen Unterstand zu errichten. Dieser kann ausreichend gegen Wetterkapriolen schützen, wenn er zur wetterabgewandten Seite erbaut wird und erfüllt weitere wichtige Funktionen. Es besteht die Möglichkeit dort Futter für den Winter zu lagern. Als Alternative zum Unterstand bieten ausreichend Bäume und Büsche auf den Weideflächen einen natürlichen Schutz. Die Schafe schützen sich vor dem schlechtem Wetter, in dem sie windgeschützte und trockene Plätz in der Vegetation aufsuchen. Wer seine Schafe regelmäßig beobachtet der weiß, dass diese Liegeplätze auch gerne im Sommer aufgesucht werden, wenn es sehr heiß ist.

Ouessantschafe auf der Weide

Wir haben auf einigen der Flächen feste Unterstände, die von unseren Ouessantschafen gerne aufgesucht werden. Dort befinden sich Heuraufen und Lecksteine, so dass sie auch bei schlechtem Wetter genügen Futter aufnehmen können. Gerade die älteren Schafe nutzen diese Gelegenheit regelmäßig.

Den Luxus von gebauten Unterständen haben wir leider nicht auf allen Flächen. Es kommt erschwerend hinzu, dass die Flächen ohne Unterstand in der Regel auch keinen natürlichen Wetterschutz haben. Um unseren Tieren eine optimale Haltung zu ermöglichen haben wir mobile Unterstände errichtet. Sie sind nicht fest mit dem Boden veranktert und können von einer Person schnell auf- und abgebaut werden. Weil die Flächen mit Netzen abgetrennt und oft neu gesteckt werde, ist ein mobiler Unterstand wichtig. Er erleichtert uns die Arbeit und die Schafe nutzen ihn gerne.

Unsere Variante eines mobilen Unterstands

Wir bauen unsere Unterstände aus Steckfixhorden. Man kann sie in unterschiedlichen Längen nutzen. Die besten Erfahrungen haben wir mit einer Länge von 1,83m gemacht. Diese lassen sich problemlos mit unserem Anhänger transportieren und sind so leicht, dass eine Person sie alleine tragen kann. Ein Unterstand von 1,83m x 1,83m reicht für ungefähr 6 Ouessantschafe. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass selten alle Tiere im Unterstand schlafen, auch wenn genug Platz zur Verfügung steht.

mobiler Unterstand mit Ouessantschafen

Für einen mobilen Unterstand benötigt man drei Steckfixhorden. Besser sind vier Horden. Die vierte Horde wird als Dach verwendet und gibt so noch einmal mehr Stablität. Um die Schafe vor dem Wetter zu schützen, benötigt man dazu noch Schutz für die Seiten und eine Plane für das Dach. Als Wetterschutz ist dies vollkommen ausreichend.

Ein Dach aus Plane

Aus unseren Erfahrungen können wir für Horden der genannten Größe eine Plane von 2x3m empfehlen. So hat man die Möglichkeit, diese an einer Seite überlappen lassen. An dieser Seite kann es nicht reinregnen. Bei der Plane ist unbedingt darauf zu achten, dass diese reißfest ist. Vorhandene Ösen erleichtern das Befestigen der Plane an den Steckfixhorden. Man sollte bei der Plane nicht sparen und auf Qualität achten. Wir sind mit dieser Abdeckplane sehr zufrieden.

Seitenteil vom mobilen Unterstand

Passender Schutz durch Seitenteile

Wer seinen Schafen Schutz vor Regen oder starker Sonne bieten möchte, dem reicht die Dachplane möglicherweise breits aus. Da wir immer wieder ältere Tiere in der Herde haben, die wir besonders schützen möchten, haben zusätzlich Seitenteile angebracht. Es können sowohl Windschutznetze als auch Planen eingesetzt werden. Beide Varianten bekommt man passend für 1,83m und 2,75m Horden. Diese sind ebenfalls mit Ösen ausgestattet und damit leicht zu befestigen.

Zubehör

Als mobiler Unterstand reichen die genannten Komponenten aus. Für die Steckfixhorden gibt es noch passendes Zubehör, dass den Schafen einige Annehmlichkeiten gestattet und so den Komfort erhöht. Um ganzjährig Heu anbieten zu können, haben wir eine passende Heuraufe angeschafft. Diese war jeden Euro wert und ist sehr stabil. Dazu ist sie problemlos mit den Steckfixhorden zu verwenden. Die Maschen sind schön klein, die Schafe können also nicht viel Heu verschwenden.

Früher haben wir das Kraftfutter auf dem Boden gefüttert. Die Schafe haben die Stelle platt getreten und viel nicht gefressen. Um dieses Problem zu umgehen und auch über längere Zeit Kraftfutter anbieten zu können, kommen bei uns Langfuttertröge zum Einsatz. Diese können in die Steckfixhorden eingehangen werden. Für die Ouessantschafe haben sie eine perfekte Größe und das Futter liegt nicht auf dem Boden herum.

In diesem Winter wollte ich den Schafen verschiedene Lecksteine anbieten, damit sie ihren Bedarf ausreichend decken können. Hier haben wir ein wenig getrickst, um diese nicht auf den Boden legen zu müssen. Ein altes Holzbrett, Halter und zwei Winkel haben wir zu einem variablen Lecksteinhalter zusammengebaut. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden!

Lecksteinhalter